Freilegung von retinierten Zähnen

Während des Zahnwechsels von Milchzähnen auf die bleibenden Zähne kann es zu Durchbruchsstörungen einzelner Zähe kommen. Häufig sind hierbei die oberen Eckzähne betroffen und können sich nicht von selbst in die Zahnreihe einordnen. Ein früher Hinweis auf retinierte Zähne ist der verspätete Ausfall der Milchzähne an der betroffenen Stelle. Ein kleiner kieferchirurgischer Eingriff sorgt dafür, dass der retinierter Zahn freigelegt, mit einem Bracket versehen wird und vom Kieferorthopäden an die richtige Position bewegt wird.

Hierzu wird das über dem Zahn liegende Zahnfleisch zur Seite geschoben. Anschließend kleben wir ein Bracket,  ähnlich wie bei einer festen Zahnspange, das mit einem Draht versehen ist,  auf den Zahn auf. Nun kann der behandelnde Kieferorthopäde den Zahn in die gewünschte Position bewegen.

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Einbringen von kieferorthopädischer Mini- Implantaten

Die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen kieferorthopädischen Behandlung ist eine stabile und verlässliche Verankerung. Um dies zu erreichen, ist in manchen Fällen eine Befestigung der kieferorthopädischen Apparatur direkt am Kieferknochen notwendig. Hierfür bietet die moderne Kieferorthopädie eine elegante Lösung: Mini-Implantate, die im Knochen befestigt werden.

Wozu werden Mini-Implantate eingesetzt?

Insbesondere bei der Behandlung von Erwachsenen kann es nötig werden, für die Bewegung der Zähne in die richtige Position eine direkte Verankerung am Knochen mithilfe eines Mini-Implantats zu erreichen. Aber auch bei komplizierten und schwierigen kieferorthopädischen Behandlungen werden Mini-Implantate eingesetzt. Dabei unterstützt das Mini-Implantat durch seine Verankerung im Knochen die kieferorthopädische Apparatur und führt unkompliziert und schnell zu den gewünschten Zahnbewegungen.

Ablauf der Mini-Implantat-Insertion

Nach ausführlicher Diagnose und Beratung vereinbaren Sie einen Termin zur Insertion der Mini-Implantate. Worauf Sie vor und nach dem kieferchirurgischen Eingriff achten müssen, erklären wir Ihnen während des Beratungsgesprächs.

Die Mini-Implantate können aufgrund ihres geringen Durchmessers minimal-invasiv in den Kieferknochen eingesetzt werden. Die Insertion dauert in der Regel nicht länger als 15 bis 20 Minuten und erfolgt schmerzfrei in örtlicher Betäubung. Auf Wunsch können wir die Behandlung selbstverständlich auch im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose durchführen.

Die Implantate werden zwischen den Zahnwurzeln oder im Gaumen auf Höhe der Eckzähne eingesetzt. Anschließend verbindet Ihr Kieferorthopäde das Mini-Implantat über einen Drahtbogen mit der kieferorthopädischen Apparatur. Ist die gewünschte Zahnposition erreicht, entfernen wir das Mini-Implantat wieder. Das kleine Loch im Kieferknochen schließt sich im Laufe weniger Wochen von selbst.

Im Bereich der kieferorthopädischen Chirurgie ist es uns wichtig, in sehr engem Kontakt mit Ihrem Kieferorthopäden zu arbeiten. Nur gemeinsa können wir für Sie eine optimale Therapie entwickeln.